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Bildung

Bildung ist das größte Potential für Armutsbekämpfung, da sie jungen Menschen ermöglicht, durch Wissen Verantwortung für sich selbst und für ihre Mitmenschen zu übernehmen. Da die staatliche Schulausbildung in der Verantwortung des Staates Tansania liegt, können wir keinen direkten Einfluss auf die Qualität und den Inhalt der Schulausbildung nehmen. Indirekt können wir aber sehr wohl wirksam helfen, indem wir die Rahmenbedingungen für die Schüler verbessern.
Aus diesem Grund fördern wir seit dem Jahr 1991 Waisen und Halbwaisen durch die Finanzierung des Besuches von Grund- und Mittelschulen. Damit alle Vorrausetzungen für einen erfolgreichen Schulbesuch unter möglichst guten Bedingungen gegeben sind, umfasst die Unterstützung im Projekt „Bildung“ nicht nur das Schulgeld, sondern auch die Finanzierung von Schuluniformen, Schuhen und Schulmaterial.

Auf diese Weise wird im Schuljahr 2011/12 225 Waisenkindern der Schulbesuch einer Grundschulen ermöglicht. Die Kosten pro Schüler für ein Grundschuljahr belaufen sich auf ca. 20 Euro. Der Besuch der Grundschulen ist in Tansania für alle kostenlos, dennoch bereitet das Kaufen der Schuluniformen und der nötigen Schulmaterialen den Waisenkindern finanzielle nicht zu bewältigende Probleme, weshalb sie nach wie vor unbedingt auf unsere Hilfe angewiesen sind.
Außerdem wurde 124 Waisenkindern der Besuch einer weiterführenden Schule (Mittelschule) ermöglicht. Für weiterführende Schulen muss in der Regel ein Schulgeld bezahlt werden. Die Kosten eines Mittelschulbesuches für ein Kind variieren, da manche Waisen in Internaten leben. Der Besuch einer öffentlichen Schule kostet im Durchschnitt 75 Euro im Jahr oder 6,25 Euro im Monat. Die Kosten eines Internataufenthaltes belaufen sich durchschnittlich auf 390 Euro im Jahr oder 32,50 Euro im Monat. In beiden Fällen sind darin das Schulgeld sowie weitere Aufwendungen für Schuluniformen, Schuhe, Socken, Stifte, Übungshefte, Wörterbücher, Essen und die Gebühren für einen nationalen Test sowie die Reparatur für die Schulen enthalten. Um auf dem dortigen Arbeitsmarkt eine realistische Chance zu bekommen, sollten begabte Waisen auf jeden Fall eine weiterführende Schule absolvieren.

Zurzeit ist darüber hinaus ein Universitätsstipendium in Planung, welches besonders talentierten und engagierten Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit bieten soll, ihre Interessen und Berufswünsche weiter zu verfolgen und voranzutreiben. Die Aufwendungen für ein Universitätsstipendium schätzen wir auf 1350 Euro im Jahr, also 112,50 Euro im Monat. Darin sind Studiengebühren, sowie Verpflegung und Miete enthalten. Im Moment ist dies aber von Seiten des Vereins nicht finanzierbar, ohne dabei andere, bereits etablierte Engagements einzuschränken.

Die Schüler haben allesamt eine sehr hohe Lernmotivation und saugen den Schulstoff förmlich auf. Die Lehrer haben größtenteils eine sehr gute Ausbildung und auch einige qualifizierte Schwestern unterrichten an diversen Schulen. Es gibt je nach den Möglichkeiten der Schulen ein breit gefächertes Fächerangebot. Auf weiterführenden Schulen ist ein Computerkurs keine Seltenheit mehr. Prävention, Aufklärung und Schutzmöglichkeiten in Bezug auf Aids bzw. HIV werden in den Schulen thematisiert. Dies macht die Schulen somit zu einer wichtigen Institution für eine neue, heranwachsende afrikanische Generation.
Ein Angebot zur Verpflegung ist meist nur in Internaten vorhanden und muss an Tagesschulen von den Schülern extra bezahlt werden. Ein Ausbau eines möglichst kostenlosen und reichhaltigen Verpflegungsangebotes ist deshalb wünschenswert.

Diese Ausgangsbedingungen lassen auf einen großen Erfolg dieses Projektes schließen. Es ist deshalb auch eines unserer Kernprojekte.

Wer von den Schwestern unterstützt werden soll, wird auf Grund einer sorgfältigen Registrierung bei den Schwestern und dem Familienhintergrund entschieden. Die Schwestern überprüfen ihre Erkenntnisse und Informationen durch Dorfbesuche und Gespräche mit den Dorfältesten. Außerdem findet ein Abgleich der Daten mit anderen Hilfsorganisationen statt, da niemand doppelt unterstützt werden soll.

Die Arbeit der Schwestern machte auf uns, gerade auch nach unserem persönlichen Besuch 2008, einen äußerst professionellen und gewissenhaften Eindruck und wir wollen diese besonders im Bereich Bildung bestmöglich unterstützen.

Die projektverantwortliche Schwester in Tansania ist St. Drosta Tibakya.

Kontakt: Andreas Janka
E-Mail: a.janka@solidarity-orphans.org

Projekt Übersicht

Umfang: 467 Bildungsstipendien

Ort: 16 Schulen in der Kashozi Region

Ziel: Fähigkeiten durch Bildung

Nächster Entwicklungsschritt: Schaffen von Universitätsstipendien


Verantwortliche vor Ort

Name: Sr. Drosta Tibakya

Position: Manager und Projektkoordinatorin

Education: Zertifikat in strategischer Planung & Stufe A Lehrerin

Erfahrung: seit 2010

Name: Sr. Alodia Kokumanyika

Position: Buchhaltering, Beraterin

Education: Zertifikat zur Buchhalterin

Experience: Seit 1995

Name: Sr. Gaudentia Joseph

Position: Direktor; Beraterin und Krankenschwester

Ausbildung: B.A in Sozialarbeit

Erfahrung: seit 2005