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Memory Book
In ihrem Memory Book erzählt Irene von dem Tod ihres Mannes und Vater ihrer Kinder: “Die Kinder sagen zu mir ‘Du wirst genauso wie Daddy sterben.” “Aber mithilfe des Memory Books bin ich in der Lage ihnen zu erklären, dass ich nicht einfach sterben, sondern in den Herzen meiner Kinder weiterleben werde.” (BBC/ Uganda)
Eine kurze Präsentation des Memory Books
Wer bin ich? Wo gehöre ich hin? HIV/ AIDS-Waisen müssen sich diese Fragen nur allzu oft stellen. Immer wenn eine Familie, durch den Tod eines oder beider Elternteile, zusammenbricht, können Memory Books diesen Kindern dabei helfen, auch nach diesem schrecklichen Ereignis Hilfe und Halt bei den Eltern zu finden – wenn auch nur indirekt. Es gibt Ihnen das Vertrauen einmal eine Familie gehabt zu haben, welche sie geliebt hat und welche für sie da war. Darüber hinaus gibt es den Kindern eine Art emotionales Zuhause und kann viele Wunden heilen oder erst gar nicht aufreissen lassen. Oftmals werden Memory Books zum wertvollsten Besitz eines Kindes und sie beschützen das Buch wie nichts anderes auf der Welt.
Ein Memory Book vermag vieles zu leisten. Es kann die Seelen der verstorbenen Eltern in den Herzen der Kinder aufrechterhalten sowie Werte und Traditionen vermitteln. In manchen Fällen geben Eltern Ihren Kindern sogar Tipps mit auf den Weg, wie man richtig Ackerbau betreibt, wovor man sich schützen soll oder dass die Schule wichtig ist. Obwohl das Memory Book ein sehr einfaches Konzept von wenig Komplexität ist, kann es doch sehr viel und ist zumindest in seiner emotionalen und psychologischen Wirkung vielfältig, nicht nur weil ein Memory Book nicht nur Buch sein muss, sondern auch die Gestalt von Bildern, Kassetten und Filmen annehmen kann.
Umsetzung des Memory Books
Obwohl die Idee des Memory Books sehr einfach klingen mag, ist die Umsetzung in vielen Afrikanischen Ländern um ein vielfaches schwieriger. Dieser Umstand ist vielen Gründen zuzuschreiben, jedoch dominiert hierbei vor allem fehlendes Personal und Materialien (Hefte/ Stifte/ Kassetten/ etc.) sowie eine schlechte Infrastruktur und Erreichbarkeit der AIDS-Waisen.
Im Optimalfall werden die Schwestern in Zukunft eine Verantwortliche (n) für dieses Projekt benennen, der sterbende Eltern begleitet und mit diesen (oft analphabetischen Menschen) das Memory Book gemeinsam verfasst. Natürlich muss diese Beauftragte eine spezielle Ausbildung/ Schulung absolviert haben, welche in vielen Ländern Afrikas angeboten wird. Da das Memory Book genau den Anforderungen und Wertevorstellungen von Solidarität mit Waisen entspricht, indem es seelsorgerisch die Arbeitsweise der Schwestern unterstützt, hoffen wir auf eine baldige Umsetzung.
Eine solche Verwirklichung hängt jedoch maßgeblich von weiteren Spendeneinnahmen ab.
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Kontakt: Johannes Musiol E-Mail: j.musiol@solidarity-orphans.org |

