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Bericht von Lily – Teil 7

23 Februar, 2014 keine kommentare

Wir hatten unsere erste Pikipiki-Stunde: Wir sind mit unseren Fahrern durch die wunderschöne Landschaft hinter Kibengwe, also landeinwärts gefahren. Es war so traumhaft schön, dass ich mich immer wieder daran erinnern musste, auf die Straße und die Löcher zu gucken, anstatt in die Natur. Nun habe ich aber das Gefühl, wirklich ein bisschen fahren zu können. Mein Fahrer lässt mich jetzt sogar bis in die Stadt fahren. Aber im richtigen Chaos bekomme ich dann doch noch etwas Angst.

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Diese Woche haben wir das Waisenheim Nusuru wieder besucht und Reis, Kartoffeln, Maismehl, Zucker und Plastikwannen mitgebracht. Sie haben sich sehr gefreut.

Am Freitag hat ein Bekannter uns die Jaffeaty Primary School in Bukoba gezeigt, an der er unterrichtet. Die Jeffeaty School beinhaltet eine Primary, eine Secondary und sogar eine Montessory Schule. Wir waren sehr beeindruckt von dem Bildungsniveau der Schüler, der Unterricht findet auf Englisch statt und es gibt einen Computerraum. Aber leider wird hier der Schlagstock noch angewendet.

Rob wurde von unseren indischen Freunden zum Cricket spielen nach Mwanza eingeladen und so fuhren Rob und ich am Wochenende nach Mwanza. Wir nahmen mit dem Cricketteam (bestehend aus Freunden von uns und deren Verwandten) die Fähre am Abend von Bukoba nach Mwanza.

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Ich fand es so aufregend, zuzugucken, wie die tausend Bananenstauden und Maissäcke auf- und abgeladen wurden, wie Hühner am Hafen gehandelt wurden und wie die Fähre später über den Viktoriasee fuhr, vorbei an all den kleinen Lichtern, die Fischerboote bei ihrer nächtlichen Arbeit benutzen, dass ich zusammen mit einem Freund fast die ganze Nacht wach war und nur für wenige Stunden das eigentlich ganz komfortable Bett benutzt habe.

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Einer der Jungs erzählte mir von dem Hintergrund seiner Familie: Sein Urgroßvater floh mit seiner Kaste aus Indien Anfang des 20. Jahrhunderts nach Ostafrika, aus politischen Gründen – sie hatten gegen die britische Obermacht aufbegehrt. So setzten sie sich in Bukoba fest und bauten die Stadt Bukoba auf, die erste Fabrik hier wurde wohl von Indern gegründet. In den 1970ern lebten hier in Bukoba mehr als 10.000 Inder, heute sind es nur noch 300. Viele sind in die UK ausgewandert und die Inder, die jetzt in Bukoba leben kennen sich fast alle. Also kennen wir auch schon einige, nur weil wir mit einem befreundet sind.

In Mwanza gibt es auch sehr viele Inder, aber anders als die in Bukoba lebenden Muslime sind diese Hindus.

Eigentlich sollte ich beim Cricket mitspielen (unserem Team fiel auf der Hinfahrt auf, dass sie nur zu acht statt wie erforderlich zu elft sind) und habe einen Tag auch beim Spiel verbracht, bin dann aber am nächsten Tag alleine in die Stadt gezogen und wollte einkaufen, was als Mädchen alleine sehr anstrengend ist und ich war sehr froh, als ich mich später noch mit einem Freund getroffen habe, den ich in Bukoba kennengelernt habe und der in Mwanza arbeitet.

Irene ist im gleichen Zeitraum nach Kampala gefahren, um ihre Eltern vom Flughafen abzuholen. Seit Sonntag sind wir also zu fünft und es gibt super leckeres Essen. Irenes Eltern sind gut angekommen und wir freuen uns sehr, dass sie da sind.

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Gestern in der Musikstunde waren nur drei Novices anwesend, der Rest ist verreist und so habe ich einer Novice Klavierunterricht gegeben, was sehr viel Spaß gemacht hat, vor allem, weil es effektiver ist, eine Person einzeln statt  sechs gleichzeitig zu unterrichten.